1. Juni 2010
Bedarf vermutlich deutlich höher als von der Stadt angenommen.
Nachdem die Stadt Hannover heute eingeräumt hat, dass die bisherigen Planungen für den Ausbau der Krippenplätze nicht ausreichen werden, fordert die Elterninitiative immerda e.V. eine Wiederaufnahme der Förderung neuer Krippen. Ilka Sommer, Sprecherin der Initiative, erklärte dazu heute in Hannover: „Viele Elterninitiativen sind bereit und in der Lage, in Eigenleistung viel Zeit und Energie zu investieren, um den Krippenausbau voran zu treiben. Jetzt ist die Stadt gefragt, dieses Engagement wieder finanziell zu unterstützen.“ Immerda wollte ursprünglich im Sommer 2010 eine Krippengruppe eröffnen, war aber im letzten Dezember, wie alle neuen Elterninitiativen, durch die Absage der Stadt gestoppt worden.
Gleichzeitig bezweifelte Sommer, dass die jetzt ermittelten Zahlen den tatsächlich Bedarf widerspiegeln: „Es geht nicht nur um ein Wollen, sondern auch um ein Müssen. Viele Eltern, die ihr Kind gerne zuhause betreuen würden, sind dazu aus finanziellen und beruflichen Gründen gar nicht in der Lage. Außerdem schafft in diesem Bereich ein höheres Angebot auch eine stärkere Nachfrage.“ Mehr als 1500 Eltern haben sich bereits an der von immerda und anderen Elterninitiativen ins Leben gerufenen Kampagne “Mehr Krippenplätze in Hannover!” beteiligt und ihrer Verzweiflung auf der Kampagnenhomepage Ausdruck verliehen (siehe http://mehr-krippenplaetze-in-hannover.de/). Sommer forderte die Stadt dazu auf, ihr Krippenausbauziel deutlich ambitionierter anzusetzen.
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6. Mai 2010

Mit dem Elternverein Michel und Ida e.V., die im Februar 2010 die erste Nachmittagskrippe in Hannover eröffnet haben, hat sich eine weitere Elterninitiative der Unterschriftenkampagne Mehr Krippenplätze in Hannover! angeschlossen.
Wegen der großen Nachfrage nach Krippenplätzen hatten Michel und Ida ursprünglich geplant zum Sommer 2010 eine weitere Gruppe für unter 3jährige zu eröffnen. Ähnlich wie die Elterninitiativen immerda e.V. und Bothfelder Krabbelmäuse e.V. wurden sie jedoch von der Stadt gestoppt, da die Planungen für den Krippenausbau bis 2013 bereits abgeschlossen sind und keine Haushaltsmittel mehr zur Verfügung stehen.
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5. Mai 2010

Modellrechnung des Statistischen Bundesamts zeigt Aufholbedarf
Niedersachsen bildet mit einer Betreuungsquote der unter 3jährigen Kinder von 11,9% etwa gleichauf mit Nordrhein-Westfalen (11,5%) das Schlusslicht. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes zum Krippenausbau hervor. Um im Jahr 2013 eine Betreuungsquote von 35% zu erreichen, muss das Land noch etwa 42.000 zusätzliche Plätze schaffen. Das ist eine knappe Verdreifachung der aktuellen Platzzahl.
Doch nicht nur die Zahlen sind alarmierend, auch unter den betroffenen Eltern wachsen Ärger und Enttäuschung. In Hannover haben Elternvereine eine Unterschriftenkampagne unter dem Motto „Mehr Krippenplätze in Hannover!“ ins Leben gerufen. Schon über 1400 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern fordern einen schnelleren und stärkeren Ausbau der Krippenplätze. „Der Bedarf ist riesig – viele Eltern sind verzweifelt“, so die Sprecherin der Initiative Ilka Sommer. „Man hätte mit dem Ausbau besser schon vor 30 Jahren angefangen“.
Unter http://mehr-krippenplaetze-in-hannover.de/ kann man sich online an der Unterschriftenkampagne beteiligen. Außerdem stehen Listen für handschriftliche Unterschriften zum Download zur Verfügung.
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21. April 2010

Für die von Hannoveraner Elternvereinen ins Leben gerufene Initiative “Mehr Krippenplätze in Hannover!” ist der Anstieg der Kinderzahlen in Hannover keine Überraschung. „In fast jeden Bereich spüren wir einen hohen Konkurrenzdruck“, so die Sprecherin der Initiative Ilka Sommer. “Es fängt bei Geburtsvorbereitungskursen und Nachsorgehebammen an, geht bei Pekip-Kursen weiter und gipfelt letztlich in der Suche nach Betreuungsplätzen.” Selbst Winterstiefel seien in bestimmten Kleinkindgrößen bereits im November überall ausverkauft gewesen.
„Wir freuen uns, dass die neuen Zahlen den gestiegenen Bedarf an Betreuungsplätzen belegen und hoffen, dass auf die wohlmeinenden Worte aus Politik und Verwaltung nun auch endlich Taten folgen“, so Sommer. Sehnsüchtig wurden die Effekte des Elterngeldes und der Verbleib von jungen Familien in der Stadt erwartet. Nun wünscht sich die „Generation von der Leyen“ die Anerkennung in Form von ausreichend Betreuung und guter Bildung für ihre Kinder vom Kleinkindalter bis zum Schulabschluss. Zudem dürfen die Chancen auf einen Betreuungsplatz sowie die Wahl der Betreuungsform nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. “Wir begrüßen es, dass der Ausbau der Krippenplätze durch Plätze bei Tagesmüttern ergänzt wird. Dies ist jedoch nur eine echte Alternative, wenn die Betreuungskosten den Elternbeiträgen in Kindertagesstätten entsprechen”.
„Es könne nicht sein, dass das Problem mit dem Verweis auf die schwierige Haushaltslage auf die lange Bank geschoben wird”, so Sommer. “Wenn wir wollen, dass der positive Bevölkerungstrend anhält, liegen die Prioritäten doch auf der Hand”
Die Kampagne „Mehr Krippenplätze in Hannover!“ kann man im Internet unterzeichnen unter http://mehr-krippenplaetze-in-hannover.de/ Bisher haben sich 1224 Personen online oder handschriftlich beteiligt.
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11. April 2010

Die von Hannoveraner Elternvereinen ins Leben gerufene Initiative „Mehr Krippenplätze in Hannover!“ kann die Freude von Kultusministerin Heister-Neumann über den 10.000 neu geschaffenen Krippenplatz im Land Niedersachsen nicht teilen. „Der Ausbau der Krippenplätze kommt bei den derzeit betroffenen Eltern nicht an“, so die Sprecherin der Initiative Ilka Sommer. „Wenn man aktuell auf einen Platz angewiesen ist und auch nach 30 Anmeldungen nur Absagen erhält, tröstet diese Meldung wenig.“
Niedersachsen ist mit seinem Krippenplatz-Ausbau von einem sehr niedrigen Niveau gestartet. Dass das Land nun beim Zuwachs der Plätze auf Platz 6 von 16 Bundesländern ist, heißt gar nichts. Darunter sind 6 ostdeutsche Bundesländer, die aufgrund ihrer hohen Betreuungsquoten gar keinen Zuwachs in diesem Maße benötigen. Um bis 2013 ein bedarfsgerechtes Angebot an Krippenplätzen bereitzustellen, fordern die Eltern einen stärkeren und zügigeren Ausbau von der Landesregierung und der Stadt Hannover.
Bisher wird davon ausgegangen, dass nur ein Drittel der Eltern von unter dreijährigen Kindern eine Fremdbetreuung in der Krippe oder bei einer Tagesmutter wünscht. „Der Bedarf wird gnadenlos unterschätzt“, so Sommer. „Mit der Einführung des Elterngelds ist der gewünschte Wiedereinstieg in den Beruf nach einem Jahr zum Normalfall geworden“, so Sommer. „Wir haben uns mit dem Elterngeld ein Stück Skandinavien nach Deutschland geholt ohne gleichzeitig die flächendeckende Betreuungsinfrastruktur zu importieren.“
Solange keine bedarfsgerechte Betreuung für alle Kinder gewährleistet sei, verdienen auch die Klagen über den Fachkräftemangel, geringe Geburtenzahlen und klamme öffentliche Haushalte kein Mitleid. Die Kampagne „Mehr Krippenplätze in Hannover“ kann man im Internet unterzeichnen unter http://mehr-krippenplaetze-in-hannover.de/ Im ersten Monat haben sich rund 1000 Personen online oder handschriftlich beteiligt.
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